Weichkorallen

Discosoma spp. Deadpool
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Weichkorallen (Alcyonacea) sind der ideale Einstieg in das Meerwasser-Hobby. Im Gegensatz zu Steinkorallen besitzen sie kein festes Kalkskelett, sondern stützen sich durch Wasserdruck und kleine Kalknadeln (Sklerite) im Gewebe. Sie gelten als äusserst robust, verzeihen Schwankungen der Wasserwerte und bringen durch ihre Bewegung Dynamik ins Riff. 

 

Warum Weichkorallen?

  • Anfängerfreundlich: Sie tolerieren höhere Nährstoffwerte (Nitrat/Phosphat) besser als empfindliche Steinkorallen.
  • Wachstumsfreudig: Viele Arten vermehren sich schnell durch einfache Teilung oder Abschnüren von Ablegern.
  • Natürliche Filter: Sie bringen viel Biomasse und nützliche Bakterien in ein neues System ein. 

 

Beliebte Arten für Einsteiger

  1. Pilzlederkoralle (Sarcophyton): Klassische Form mit langen Polypen, die an eine Wiese erinnern.
  2. Keniabäumchen (Capnella): Sehr vermehrungsfreudig und dekorativ durch seine baumartige Struktur.
  3. Pumpende Xenia (Xenia umbellata): Faszinierend durch ihre rhythmischen Greifbewegungen der Polypen.
  4. Röhrenkorallen (Clavularia/Pachyclavularia): Bilden oft leuchtend grüne Teppiche auf Steinen oder der Rückwand. 

 

Wichtige Pflegehinweise

  • Licht & Strömung: Sie benötigen meist moderates Licht (ca. 50–150 PAR). Die Strömung sollte kräftig, aber nie direkt auf das Gewebe gerichtet sein.
  • Chemische Kriegsführung: Weichkorallen geben Hemmstoffe ab, um Konkurrenten zu verdrängen. Eine regelmässige Filterung über Aktivkohle wird daher empfohlen, besonders wenn man sie mit Steinkorallen mischt.
  • Häutung: Wundere dich nicht, wenn eine Lederkoralle tagelang geschlossen bleibt und glänzt – sie häutet sich, um Algenbeläge loszuwerden.