SPS-Korallen

Anacropora spp. (TNT)
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SPS-Korallen (Small Polyp Stony Corals) gelten in der Meerwasseraquaristik als die „Königsklasse“. Diese kleinpolypigen Steinkorallen bilden massive Kalkskelette und sind für ihre leuchtenden Farben sowie filigranen Wuchsformen bekannt. 

 

Grundvoraussetzungen für die SPS-Haltung

Um SPS-Korallen erfolgreich zu pflegen, müssen die Bedingungen im Aquarium extrem stabil sein, da sie sehr empfindlich auf Schwankungen reagieren. 

 

  • Licht: SPS-Korallen benötigen eine sehr hohe Lichtintensität. Sie sollten daher meist im oberen Drittel des Riffs platziert werden.
  • Strömung: Sie bevorzugen eine starke, turbulente Strömung, die Nährstoffe heranbringt und Abfallstoffe sowie Schleim abtransportiert. Direkte, laminare Strömung sollte vermieden werden.
  • Wasserwerte: Die Nährstoffwerte (Nitrat und Phosphat) müssen niedrig und stabilgehalten werden. Zu hohe Werte führen oft zum Eindunkeln der Korallen (sie werden braun).
    • Kalzium: 420–450 ppm (wichtig für den Skelettaufbau).
    • Karbonathärte (KH): 7–8 °dKH (Stabilität ist hier entscheidend).
  • Salinität: 34–35 ‰. 

 

Beliebte SPS-Arten für das Aquarium

Es gibt Arten, die sich auch für fortgeschrittene Anfänger eignen, während andere nur Profis vorbehalten sind: 

 

Gattung

Schwierigkeit

Merkmale

Montipora

Einfach bis Mittel          

Wachsen oft plattenförmig oder krustig; sehr farbenfroh.

Seriatopora         

Mittel

„Christusdorn-Koralle“; wächst sehr schnell und fein verzweigt.

Stylophora

Mittel

Robustere SPS mit oft dicken Ästen und kräftigen Farben.

Acropora

Schwer

Die „Königin“ der SPS; extrem lichtbedürftig und empfindlich bei Schwankungen.

Porites

Einfach

Sehr robust und eine gute Wahl für den Einstieg in die SPS-Welt.

Versorgungssysteme

Da SPS-Korallen kontinuierlich Kalk für ihr Wachstum verbrauchen, reicht ein normaler Wasserwechsel oft nicht aus. Gängige Methoden zur stabilen Versorgung sind das Balling-System oder der Einsatz eines Kalkreaktors.