LPS-Korallen

Acanthastrea lordhowensis (Ultra)
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LPS-Korallen (Large Polyp Stony) sind aufgrund ihrer prachtvollen Farben, ihrer dynamischen Bewegung in der Strömung und ihrer vergleichsweise einfachen Pflege die heimlichen Stars in vielen Meerwasseraquarien. Im Gegensatz zu den kleinpolypigen SPS-Korallen besitzen sie ein massives Kalkskelett, das von grossen, fleischigen Polypen bedeckt ist. 

 

Warum LPS-Korallen wählen?

LPS-Korallen gelten als ideal für Einsteiger und Mischbecken, da sie toleranter gegenüber Schwankungen der Wasserwerte sind als ihre SPS-Verwandten. 

 

  • Optik: Sie bringen durch ihre Tentakelbewegung Leben ins Riff.
  • Licht: Viele Arten benötigen weniger intensives Licht und können daher gut im mittleren oder unteren Bereich des Beckens (oft auch auf dem Sand) platziert werden.
  • Nährstoffe: Sie vertragen (und bevorzugen oft) etwas höhere Nitrat- und Phosphatwerte im Vergleich zu "reinen" SPS-Becken. 

 

Beliebte Arten für den Einstieg

Wenn du mit LPS starten möchtest, sind diese Arten besonders empfehlenswert:

  1. Euphyllia (Hammer-, Fackel- oder Froschlaichkoralle): Der Klassiker mit langen Tentakeln.
  2. Caulastrea (Flötenkoralle): Wächst recht schnell und bildet schöne kugelige Kolonien.
  3. Acanthastrea / Micromussa: Bekannt für ihre extremen Farben und flachen Wuchsformen.
  4. Duncanopsammia (Bartkoralle): Sehr robust und lässt sich gut füttern. 

 

Wichtige Pflegetipps

  • Vorsicht "Kampftentakel": Einige LPS (besonders Euphyllia und Galaxea) bilden nachts lange Kampftentakel aus, um Nachbarn zu vernesseln. Halte ausreichend Abstand zwischen den Tieren.
  • Strömung: Sie mögen meist moderate, indirekte Strömung. Die Polypen sollten sanft im Wasser wiegen, aber nicht "weggepustet" werden.
  • Zusatzfütterung: Viele LPS fangen aktiv Plankton oder feines Frostfutter. Eine gelegentliche gezielte Fütterung kann das Wachstum und die Farbenpracht deutlich fördern.
  • Kalkhaushalt: Da sie ein Skelett aufbauen, müssen Calcium und Karbonathärte stabil gehalten werden, auch wenn sie weniger verbrauchen als ein reines SPS-Riff.