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Meerwasser Aquarium Wasseraufbereitung
Die Wasseraufbereitung für ein Meerwasseraquarium ist der wichtigste Baustein für ein gesundes Ökosystem. Da Leitungswasser Stoffe wie Chlor, Kupfer, Nitrat und Silikat enthalten kann, die für empfindliche Korallen schädlich sind, ist eine gründliche Reinigung des Ausgangswassers unerlässlich.
1. Reinigung des Ausgangswassers
Bevor Salz hinzugefügt wird, muss das Wasser von allen Schadstoffen befreit werden. Hierfür gibt es zwei gängige Methoden:
- Osmoseanlage (RO): Die Standardmethode, bei der Wasser durch eine Membran gepresst wird. Sie entfernt bis zu 98 % aller gelösten Stoffe. Ein nachgeschalteter Reinstwasserfilter (Harzfilter) ist empfehlenswert, um auch die letzten Silikate zu entfernen.
- Vollentsalzer: Hier wird das Wasser über Harzsäulen geleitet, die Ionen tauschen. Diese Methode erzeugt kein Abwasser, erfordert aber eine regelmässige Regeneration der Harze mit Chemikalien.
2. Meerwasser ansetzen
Sobald reines Wasser vorliegt, wird es aufgesalzen:
- Meersalz: Verwende hochwertiges Meersalz, das alle wichtigen Spurenelemente enthält.
- Dosierung: In der Regel benötigt man ca. 35 Gramm Salz pro Liter Wasser, um eine natürliche Salinität zu erreichen.
- Mischvorgang: Das Salz sollte unter Rühren (z. B. mit einer Strömungspumpe) vollständig aufgelöst werden, bis das Wasser kristallklar ist.
3. Kontrolle und Pflege
Die Wasserwerte müssen stabil gehalten werden, um Stress für die Tiere zu vermeiden:
- Salinität messen: Nutze ein Refraktometer oder ein Aräometer, um den Salzgehalt zu prüfen (Idealbereich: 1,022 bis 1,026).
- Verdunstung ausgleichen: Da nur Wasser verdunstet, aber das Salz zurückbleibt, steigt die Salinität im Becken an. Dieses Wasser muss regelmässig durch reines Osmosewasser (ohne Salz!) ersetzt werden, idealerweise über eine Nachfüllautomatik.
- Zusätze: Bei Bedarf können Bakterienpräparate wie Microbe-Lift Special Blend helfen, den biologischen Kreislauf zu stabilisieren und Abfallstoffe abzubauen.
- Wasserwechsel: Ein regelmässiger Teilwasserwechsel (ca. 10–15 % alle 14 Tage) hilft, Schadstoffe zu exportieren und verbrauchte Elemente zu erneuern.
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